Ernährung bei Polyneuropathie

Ernährung kann bei Polyneuropathie helfen

Die richtige Ernährung bei Polyneuropathie kann den entscheidenden Unterschied machen.

Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn die Ernährung muss zu Ihnen persönlich und zu Ihrer Polyneuropathie passen.

Wenn die Nervenschäden zum Beispiel durch Diabetes entstanden sind, ist natürlich eine andere Ernährung gefragt, als wenn zum Beispiel eine Chemotherapie die Polyneuropathie ausgelöst hat.

Es ist eben nicht alles für jeden gleich.

Es gibt allerdings auch Dinge, die nicht helfen, oder nur unter bestimmten Umständen. Diese Seite soll Ihnen bei der Auswahl der richtigen Ernährung und Nahrungsergänzungen bei Polyneuropathie helfen.

Was die "richtige" Ernährung bei Polyneuropathie ist, ist leider nicht ganz einfach zu beantworten.

Omega-3-Fettsäuren schützen vor Polyneuropathie durch Chemotherapie

Omega-3-Fettsäuren können bei Chemotherapien hilfreich sein - unter Umständen.

Omega-3-Fettsäuren zeigten bei Patienten die eine Chemotherapie bekamen einen präventiven Effekt. Patienten, die während der Chemotherapie Omega-3-Fettsäuren bekamen entwickelten seltener Symptome der Polyneuropathie.

Allerdings ist dies aus den bekannten Studien nur für Chemotherapie mit Bortezomib und Paclitaxel belegt. Ob Omega-3-Fettsäuren bei anderen Chemoterapien helfen, ist noch nicht klar.
Eine Beispielstudie mit Bortezomib finden Sie hier.
Eine Beispielstudie mit Paclitaxel finden Sie hier.

Die wenigen Studien, die zum Thema vorliegen sind aber keine Begründung, jetzt bei jeder Chemotherapie Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen. Sprechen Sie über Nahrungsergänzungen während der Chemotherapie unbedingt mit dem Arzt oder anderen Spezialisten. Es ist durchaus möglich sich durch falsche Maßnahmen zu schaden!

 

Omega-3-Fettsäuren schützen vor Polyneuropathie

Auch gezielte Übungen können bei Polyneuropathie helfen - wenn man weiß wie!

Übungen zum Selbermachen und die wichtigsten Informationen finden Sie hier:

Omega 3 Fettsäuren könnten bei Diabetischer Polyneuropathie helfen

Es ist schon lange bekannt, dass Omega-3-Fettsäuren helfen, die Blutgefäße bei Erkrankungen zu schützen und so einen besseren Blutfluß zu erhalten.

Dies könnte auch Diabetikern zugute kommen, die an Polyneuropathie leiden. Denn bei vielen Diabetikern nehmen die kleinsten Blutgefäße, die die Nerven versorgen Schaden, was die Polyneuropathie entstehen lässt oder verschlimmert.

In einigen kleineren Studien zeigte sich eine Verbesserung der Symptome der Polyneuropathie durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei Diabetikern. Hier eine Beispielstudie.

Langfristig ist es durchaus möglich, durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zumindest die Verschlechterung der Polyneuropathie zu verlangsamen.

Blutzuckerspiegel ist das wichtigste

Wenn Sie an Diabetes leiden ist das erste Ziel der Ernährung natürlich die Reduktion des Blutzuckerspiegels. Das ist der beste Schutz für die Nerven. Zusätzliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen ist nur eine Ergänzung und sollte nicht im Vordergrund stehen.

Die richtige Bewegung kann ebenfalls helfen, den Blutzucker dauerhaft zu reduzieren. Mit meinem "Zuckertraining" möchte ich Ihnen das Training so einfach und zeitsparend wie möglich machen. Mehr Infos finden Sie unter folgendem Link:

Nur positive Nebenwirkungen zu erwarten

Omega-3-Fettsäuren sind inzwischen universell als gesundheitsfördernd anerkannt.

Wer viele Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, schützt sich damit vor einer Vielzahl an Erkrankungen, insbesondere vor Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Deshalb kann man diese getrost zu sich nehmen, ohne Angst vor den Nebenwirkungen haben zu müssen. Dennoch ist es, wenn Sie an einer Erkrankung wie zum Beispiel Krebs leiden, immer zu empfehlen, den Arzt zumindest zu informieren.

Auch von gezielten Übungen sind nur positive Nebenwirkungen zu erwarten. Beispielübungen finden Sie hier:

Bei Polyneuropathie helfen nur die richtigen Omega-3-Fettsäuren

Leider ist Omega-3-Fettsäure nicht gleich Omega-3-Fettsäure.

Die in vielen Pflanzenölen enthaltene Alpha-Linolensäure hilft leider kaum gegen Polyneuropathie. Die in Fischöl enhaltenen Docosahexaensäure sowie die Eicosapentaensäure nutzen hingegen mehr. Daher sind ölhaltiger Hochseefisch, insbesondere Fischölkapseln zu empfehlen.

Da man nicht täglich Fisch essen kann, aber eine tägliche Einnahme von Fischölen notwendig ist, um die Polyneuropathie zu bremsen ist es am sinnvollsten, Fischölkapseln zu sich zu nehmen. Da aufgrund der bisher zur Verfügung stehenden Studien noch keine sichere Aussage zur Dosierung gemacht werden kann empfehle ich Ihnen, sich an die Herstellerangaben der jeweiligen Produkte zu halten.

Bei der Auswahl des Fisches oder Präparats sollten Sie dringend auf die Umweltverträglichkeit achten.

Fischöle können Polyneuropathie bremsen

Vitamin D kann helfen - wenn ein Mangel vorliegt

Vitamin D ist das große Mangelvitamin und zur Zeit wohl eines der populärsten Nahrungsergänzungsmittel. Es hilft, die Knochen fester zu machen, die Blutgefäße fit zu halten und schützt wahrscheinlich vor Autoimmunerkrankungen und möglicherweise sogar vor Krebs.

Deshalb nehmen es inzwischen Millionen Menschen als Pille oder Tropfen, was grundsätzlich zu begrüßen ist, denn es ist das Vitamin, das am schwierigsten über die Nahrung zu bekommen ist. Häufig wird es als das einzige Vitamin genannt, das jeder als Präparat zu sich nehmen sollte (worüber sich natürlich streiten lässt).

Auch in der Ernährung bei Polyneuropathie spielt es eine Rolle: Menschen mit niedrigen Spiegeln an Vitamin D entwickeln laut einiger Studien häufiger Polyneuropathie. Wer zum Beispiel an Diabetes leidet und zusätzlich zu wenig Vitamin D hat, hat ein erhöhtes Risiko von Nervenschäden und Polyneuropathie.

Ausgleich des Mangels an Vitamin D kann die Polyneuropathie verbessern

Es wurde bereits ausprobiert, ob sich die Polyneuropathie verbessert, wenn ein bestehender Mangel an Vitamin D ausgeglichen wird.

In einer randomisierten, kontrollierten Studie wurde Patienten, die an Polyneuropathie durch Diabetes litten und einen solchen Mangel hatten, Vitamin D gespritzt. Dadurch kamen die Probanden auf normale Vitamin D-Spiegel im Blut.

Die Patienten zeigten in den folgenden Wochen deutliche Verbesserungen der Schmerzen und konnten auch das Gleichgewicht besser halten.
(Die ganze Studie können Sie hier nachlesen)

Vitamin D reduziert Schmerzen bei Polyneuropathie

Riesenmengen nutzen nichts

Aufgrund solcher Ergebnisse wurde ausprobiert, ob sich die Polyneuropathie heilen lässt, indem man riesige Mengen Vitamin D zu sich nimmt. Auch einige meiner Patienten haben das versucht und sich dabei an rigorose Ernährungsregeln gehalten, die notwendig sind um Schäden durch die große Vitamingabe zu verhindern. Denn Vitamin D kann man durchaus überdosieren und es ist dann extrem schädlich.

Leider sind alle diese Versuche meines Wissens nicht erfolgreich verlaufen. Auch hier gilt also die Regel, die für alle Vitamine gilt:

Mehr Vitamine als nötig nutzen nichts, sondern schaden eher!

Bei Vitamin D und Polyneuropathie lieber nachmessen statt ins Blaue zu schießen

Wenn Sie an Polyneuropathie leiden, kann es also durchaus sinnvoll sein, zusätzliches Vitamin D als Präparat zu nehmen.

Allerdings sollten Sie vorher nachmessen lassen, ob ein Mangel vorliegt. Denn wenn Sie schon genug Vitamin D haben nutzt es nichts, noch mehr zu nehmen.

Der Vitamin D-Spiegel im Blut wird inzwischen übrigens von vielen Ärzten und in vielen Apotheken gemessen. Fragen Sie doch einfach mal nach.

Alpha-Liponsäure zur Ergänzung der Ernährung bei Polyneuropathie

Ein weiteres vielversprechendes Nahrungsergänzungsmittel ist die Alpha-Liponsäure.

Sie scheint ebenfalls die Nerven etwas zu schützen, bei manchen Patienten führt sie gar zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome der Polyneuropathie.

In wissenschafltichen Studien wurde das allerdings nur bei diabetischer Polyneuropathie untersucht. Dort zeigte sich nur dann eine starke Wirkung, wenn die Alpha-Liponsäure als Infusion gegeben wurde. Ich halte es allerdings durchaus für wahrscheinlich dass die Alpha-Liponsäure in Kapseln ebenfalls eine lindernde Wirkung zeigt, wenn man sie über einen längeren Zeitraum einnimmt.

Eine ausführliche Einschätzung aus der Zeitschrift der amerikanischen Hausärzte (American Familiy Physician) finden Sie hier.

B-Vitamine helfen leider kaum

Wer an Vitamin-B-Mangel leidet kann dadurch eine Polyneuropathie entwickeln. In solchen Fällen ist es natürlich essentiell, diesen Mangel auszugleichen um die Krankheit zu stoppen.

Es ist deshalb sinnvoll, bei Symptomen der Polyneuropathie zu prüfen, ob ein solcher Mangel vorliegt.

Wer keinen Vitamin-Mangel hat, braucht auch keine zusätzlichen Vitamine!

Es ist ein naheliegender Gedanke, die wichtigen B-Vitamine zu sich zu nehmen, um die Polyneuropathie zu behandeln, auch wenn diese nicht durch Vitamin-Mangel entstanden ist.

Leider hat sich diese Vermutung nicht bestätigt. Man erreicht dadurch keine Verbesserung der Polyneuropathie. Bei Vitaminen gilt wie bei allen Nährstoffen:

Eine Aufnahme, die größer ist als der Bedarf bringt keinen zusätzlichen Nutzen.

Das heißt, wenn Sie keinen Vitamin-B-Mangel haben, brauchen Sie auch keine zusätzlichen Präparate zu nehmen.

Kupfermangel kann ebenfalls Nervenschäden verursachen

Kupfer wirkt als Spurenelement an der normalen Funktion des Organismus mit. In aller Regel nimmt man mit einer normalen Ernährung genügend davon auf und muss sich darüber keine Gedanken machen. Gründe für einen Mangel an Kupfer können Operationen am Magen-Darm-Trakt sein. Insbesondere Magen-Bypass-Operationen können dazu führen, dass nicht mehr genügend Kupfer aufgenommen wird und sich langfristig eine Polyneuropathie entwickeln kann. Auch bei manchen Erkrankungen des Verdauungssystems kann es zum Kupfermangel kommen. Zum Beispiel bei Zölliakie.

Auch eine große Aufnahme an Zink kann dazu führen, dass nicht genügend Kupfer aufgenommen wird. Denn wenn große Mengen Zink im Verdauungssystem sind verhindern diese die Kupferaufnahme. Man sollte also wie auch bei allen anderen Nährstoffen die zusätzliche Aufnahme von Zink in Tablettenform nicht übertreiben.

Wenn Sie an einer chronischen Krankheit des Verdauungssystems leiden, oder große Mengen Zink über lange Zeit zu sich genommen haben ist es daher sinvoll, den Kupferspiegel untersuchen zu lassen.

Was Sie bei Polyneuropathie vermeiden sollten

Alkohol vermeiden, denn er schadet Nerven und führt zu Vitamin-Mangel

Wer an Polyneuropathie leidet sollte möglichst auf Alkohol verzichten - zumindest in größeren Mengen.
Der Alkohol schädigt die Zellen nicht nur selbst, er kann auch zu einem Mangel an B-Vitaminen führen, was eine Polyneuropathie verschlimmern oder auslösen kann.

Wenn Sie hingegen gerne Bier trinken, kann es sinvoll sein alkoholfreies Hefeweizen/Weißbier zu trinken. Darin sind B-Vitamine enthalten, sodass das Bier zu einer gesunden Versorgung mit diesen beitragen kann. Wie gesagt bringt es allerdings nichts, es in großen Mengen zu sich zu nehmen, es reichen normale Mengen, die den normalen Bedarf decken.

Extreme Ernährung vermeiden!

Vegane Ernährung bei Polyneuropathie ist risikoreich

Vegane Ernährung ist gerade in Mode und wird häufig quasi als Allheimittel angepriesen. Auch bei Polyneuropathie wird sie inzwischen empfohlen. Ich rate davon allerdings ab.

Bei der veganen Ernährung kommt es relativ häufig zum Mangel an B-Vitaminen. Dieser ist bei Polyneuropathie natürlich absolut zu vermeiden und kann zu einer deutlichen Verschlimmerung der Symptome führen.

Bei einer normalen, nicht veganen Ernährung nehmen Sie hingegen automatisch genügend B-Vitamine auf. Falls Sie sich dennoch vegan ernähren möchten, sollten Sie dies daher genau planen und unbedingt mit einer Ernährungsberaterin oder einem Arzt absprechen.

Glutenfreie Ernährung ebenfalls risikobehaftet

Auch glutenfreie Ernährung wird immer beliebter. Gluten kann tatsächlich bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine Polyneuropathie auslösen. Diese Patienten müssen sich dann natürlich streng an eine glutenfreie Ernährung halten. Wenn Sie allerdings nicht an Zölliakie oder ärztlich diagnostizierter Gluten-Überempfindlichkeit leiden, sollten Sie auf diese Art der Ernährung allerdings verzichten. Das Gluten ist dann kein Problem für Sie und verursacht auch keine Probleme für die Nerven. Sie machen sich mit einer glutenfreien Ernährung dann nur das Leben schwer, ohne einen Nutzen dadurch zu erlangen. Es wird übrigens von Fällen berichtet, in denen durch die glutenfreie Ernährung ein Vitamin-B-Mangel entstand, der dann eine Polyneuropathie verursachte. Also bleiben Sie bei der normalen Ernährung, wenn Sie Gluten vertragen.

Salzarme Ernährung vermeiden

An vielen Stellen wird empfohlen, sich salzarm zu ernähren. Dies ist in häufig auch sinnvoll. Bei Polyneuropathie besteht aber die Gefahr, sich damit zu schaden. Zumindest in Tierversuchen zeigte sich durch eine salzreiche Ernährung sogar ein Schutz vor Polyneuropathie (Hier die Studie). Das gleiche zeigte sich in einer epidemiologischen Studie (hier der Link) des Zusammenhangs der Ernährungsgewohnheiten und Chronisch Axonaler Polyneuropathie. Wer weniger als 6 Gramm Salz am Tag zu sich nahm hatte ein erhöhtes Risiko, an dieser Form der Polyneuropathie zu erkranken.

Dies reicht nicht aus, um in der Ernährung bei Polyneuropathie nun besonders viel Salz anzuwenden. Allerdings ist es ein Hinweis darauf, dass man Salz auch nicht meiden sollte. Auch hier gilt also: Einfach ganz normal essen.

Salzarme Ernährung sollte bei Polyneuropathie vermieden werden

Heilfasten kann bei Diabetikern sinnvoll sein

Wenn Sie an Typ 2 Diabetes leiden, ist Heilfasten eine Möglichkeit, Ihren Blutzuckerspiegel zu regulieren und Gewicht zu verlieren, was langfristig hilft den Blutzucker zu reduzieren. Das kann dazu führen, die Polyneuropathie zu bremsen oder das Fortschreiten sogar zu beenden, indem man den Diabetes wesentlich verbessert.

Wichtig beim Heilfasten ist, gleichzeitig Muskeltraining zu betreiben. Trainiert man nicht, werden die Eiweiße aus den Muskeln verbrannt um Energie zu erzeugen. Man verliert Kraft und Leistungsfähigkeit, was später den Diabetes wieder schlimmer macht und für den berühmten Jojo-Effekt sorgt.

Daher sollte Heilfasten bei Polyneuropathie unbedingt von Fachleuten betreut werden, die insbesondere auch die richtigen Bewegungsempfehlungen geben.

Heilfasten bei Chemotherapie mit Vorsicht zu genießen

Immer häufiger liest man von positiven Effekten von Heilfasten in der Krebsbehandlung. An manchen Stellen auch von einer positiven Wirkung auf die Polyneuropathie durch Chemotherapie.

Hier ist sehr große Vorsicht geboten. Was die wenigsten wissen ist, dass Mangelernährung eine häufige Todesursache bei Krebspatienten ist und zu wenig Nahrung ihren Körper bei Krebserkrankung und Chemotherapie zusätzlich schwächt.
Es ist sogar in vielen Fällen besser, möglichst viel zu essen und zu versuchen Gewicht zuzunehmen. Heilfasten sollte daher ausschließlich mit ärztlicher Begleitung durchgeführt werden, wenn Sie an Krebs leiden.

Ausführliche Erklärung zu den Risiken des Heilfastens bei Krebs

Das Video stammt von der Seite "Was-essen-bei-Krebs.de" auf der Sie hervorragende Informationen zum Thema finden.

Verzicht auf Kaffee ist unnötig

Immer wieder liest man, dass Patienten mit Polyneruopathie auf Kaffee verzichten müssten.
Allerdings gibt es keine belastbaren Quellen, die das belegen. Vielmehr ist Kaffee in moderaten Mengen sogar gesund. Falls eine Polyneuropathie durch Diabetes entstanden ist, kann der Kaffee sogar dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken. In diesem Fall kann der Kaffee also sogar die Verschlimmerung der Nervenschäden bremsen.

Falls Sie gerne Kaffee trinken können sie also getrost damit weitermachen.

Falls Sie mehr zum Thema Kaffee und Polyneuropathie wissen möchten finden Sie hier einen kompletten Artikel zum Thema.

Ernährung ist kein Wundermittel, aber sie kann helfen

Wie Sie im Artikel gesehen haben, gibt es leider nicht "die Ernährung bei Polyneuropathie". Allerdings gibt es auf jeden Fall Fehler, die man vermeiden kann. Für die meisten Dinge gilt, dass man sich mit Experten absprechen sollte.

Insbesondere bei Menschen, die an Polyneuropathie durch Diabetes leiden, birgt die richtige Ernährung ein sehr großes Potential für die Besserung oder zumindest ein Bremsen der Polyneuropathie.

Für alle anderen gilt, dass es eher darauf ankommt, Fehler bei der Ernährung als Polyneuropathie-PatientIn zu vermeiden, als ein bestimmtes Nahrungsmittel in großen Mengen zu sich zu nehmen.

Kurz zusammengefasst: Die Dos und Don'ts der Ernährung bei Polyneuropathie

Was Sie hinzufügen sollten

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl

Vitamin D (im Idealfall, nachdem Ihr Spiegel gemessen wurde)

Alpha-Liponsäure

 

Sofern ein Mangel festgestellt wurde außerdem:

Kupfer und Vitamin B

Was Sie vermeiden sollten

Alkohol sollte bei Nervenschäden auf keinen Fall in größeren Mengen konsumiert werden.

Falls Ihre Polyneuropathie durch Diabetes entstanden ist sollten Sie selbstverständlich Zucker und Kohlenhydrate meiden.

 

Alle extremen Ernährungsformen sind risikobehaftet und sollten vermieden werden.

Das gilt insbesondere für:

Extrem salzarme Ernährung

Vegane Ernährung

Glutenfreie Ernährung (Sofern kein medizinischer Grund dafür vorliegt)

Heilfasten kann bei Polyneuropathie unter Umständen sinnvoll sein, vor allem wenn Diabetes die Ursache der Nervenschäden ist. Es sollte aber mit Fachleuten abgesprochen werden. Insbesondere wenn Ihre Polyneuropathie durch eine Chemotherapie entstanden ist ist es erforderlich zunächst mit einem Arzt Rücksprache zu halten.

Kaffee können Sie übrigens getrost weiter trinken.

Wie Sie sich zusätzlich zur richtigen Ernährung mit der richtigen Bewegung helfen können erfahren Sie hier: