Schmerzfrei: Super einfach!

Wo tut’s weh? Irgendwo zwickt‘s immer. Ach wäre es schön, wenn man den Schmerz auf Knopfdruck loswerden könnte. Überraschung: Das geht wirklich. Drück drauf und der Schmerz ist weg. Das ist kein Wunder, sondern die Triggerpunkt-Selbstbehandlung. Sie ist kinderleicht und hoch wirksam.

Das „Wundermittel“

Seit vier, fünf Tagen zwickt‘s mich im Knie (Ellbogen, Kreuz, Schulter, Nacken …). Nicht wirklich schlimm, aber lästig ist es schon. Ich wäre das gern los! Aber wie Freunde, Kollegen, Nachbarn und die liebe Familie versichern: „Sei nicht so ungeduldig! Das dauert halt, bis das wieder weggeht. Und überhaupt: In deinem Alter ist das doch normal. Es gibt eben keine Wundermittel!“ Doch, die gibt es.

Wobei das „Wundermittel“ keines ist, sondern ein altes Hausmittel. Schon Kinder machen das: Wenn es wo wehtut, drückt man drauf. Die Triggerpunkt-Therapie hat dieses simple Prinzip lediglich perfektioniert. Viele Menschen mit wiederkehrenden Kopfschmerzen machen das längst: Kaum merken sie, dass der Schmerz kommen will, pressen sie ihre ganz bestimmte Stelle im Nacken oder an der Schläfe oder am Kaumuskel – und der Schmerz kommt dann erst gar nicht oder lässt nach. Oft in Sekundenschnelle. Weshalb viele sagen: „Wie auf Knopfdruck!“

Wie auf Knopfdruck

Tatsächlich drückt man dabei nicht auf einen Knopf, sondern auf sogenannte Triggerpunkte (wörtlich: Auslöserpunkte). Triggerpunkte sind nichts Ungewöhnliches. Schon Babys haben welche. Es sind, vereinfacht gesagt, winzig kleine Verkrampfungen im Muskel, die aber höllische Schmerzen verursachen können. Weil sie den Muskel hindern, sich zu entspannen. Löst man diese punktuellen Verspannungen, geht der Schmerz weg. Vom Prinzip her ganz einfach.

Wo sitzt der Knopf?

Die einzige Kunstfertigkeit bei diesem Hausmittelchen liegt darin, den richtigen „Knopf“ zu finden. Beispiel Knie. Nach der Gartenarbeit oder nach einer Bike-Tour oder nach einer intensiven Stadtbesichtigung zu Fuß im Urlaub macht das Knie Probleme. Es sticht ordentlich an der Innenseite. Die meisten Menschen streichen sich dann automatisch und instinktiv über die schmerzende Stelle am Knie. Das lindert etwas. Doch den Schmerz weg macht erst ein Handgriff, der zunächst seltsam erscheint.

Hobby-Sportler, die sich nach intensiven Trainingsabenden regelmäßig selbst kurieren, kennen das: Du greifst nicht ans schmerzende Knie, sondern zehn Zentimeter weiter oben an die Innenseite vom Oberschenkel. Bei kräftigem Druck mit dem Daumen spürt man nämlich dort eine kleine, schmerzhafte Stelle. Diese drückt man dann kurz, fährt mit Druck drüber und wiederholt dieses Drüberstreichen mit Druck sechs bis zehn Mal. Und der Schmerz geht weg. Wie abgeschaltet. Hat der Triggerpunkt sich gelöst, verschwindet auch der Schmerz. Ist er noch nicht weg, löst man ihn nach einer guten Pause einfach nochmal. So lange, bis Ruhe ist.

Wissen, wo man hindrückt

Der ganze Trick dabei ist: Man muss wissen, wo man hindrückt. Denn der Triggerpunkt ist meist nicht da, wo der Schmerz sitzt. Also muss man erst ein bisschen suchen, abtasten: Wo über- und unterhalb der Schmerzstelle tut es beim Abtasten weh?

Beim Auffinden dieser Triggerpunkte helfen Triggerpunkt-Atlanten, anatomische Landkarten des Menschen, auf denen alle gängigen Triggerpunkte eingezeichnet sind. Aber am besten ist immer noch, wenn man sich nicht nur die häufigsten Triggerpunkte, sondern auch die richtige Technik von jemandem zeigen lässt, der sich damit auskennt und der einem das freundlich und geduldig zeigen kann.

Das kann man lernen

Ich werde oft zu Halbtages- und Tagesseminaren eingeladen, bei denen ich ganzen Sportgruppen oder Abteilungen von Firmen die Technik und die Triggerpunkte beibringe. Viele Leute holen mich auch zu sich nach Hause, um sich in aller Ruhe „die richtigen Knöpfe“ zeigen zu lassen. Denn die Technik ist wirklich phänomenal einfach und hoch wirksam.

Es kann nichts dabei passieren, es kann nicht schaden: Niemand kann sich mit bloßen Händen den eigenen Muskel verletzen. Und selbst wenn das Knie- oder ein anderes Gelenk tatsächlich einen Meniskus- oder anderen Gelenkschaden hätte und man zum Arzt damit muss: Die Triggerpunkt-Eigenmassage hilft selbst und auch dann.

Denn bei Gelenkschmerzen verkrampfen sich auch die Muskeln rund ums Gelenk und bilden Triggerpunkte. Wenn Sie diese lösen, tun Muskeln, Triggerpunkte und Gelenk schon nicht mehr so weh. Alles in allem: Helfen tut’s auf jeden Fall. Spürbar. Einfach. Schnell. Ein Hausmittelchen, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte. Stellen Sie es sich rein!


BitzerSporttherapie