So töten Sie Krebszellen und verhindern Metastasen
Krebszellen können sich über das Blut ausbreiten
Metastasen können sich bilden, indem Krebszellen ins Blut gelangen, im Blutstrom mitschwimmen und sich in einem anderen Organ absetzen. Wenn sie dort eine Metastase bilden wird Krebs extrem gefährlich. Man kann Krebszellen im Blut aber töten, bevor sie eine Metastase bilden können. Wie das gelingt erkläre ich in diesem Artikel und Sie werden sich freuen, wie einfach es ist.
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Was Sie selbst tun verbessert die Chancen enorm
Ich arbeite seit 2012 mit Krebspatienten. Vor sechs Monaten wurde bei meiner eigenen Mutter Krebs festgestellt. Man sagte ihr, was die Ärzte alles an komplizierten Behandlungen planten. Was ihr niemand sagte ist, was sie selbst alles tun kann, um ihre Chancen auf Heilung zu verbessern. Als Patient kann man viel mehr tun als man denkt. Sie selbst können die Chancen, die Krankheit zu besiegen bedeutend verbessern. Dazu brauchen Sie kein Wundermittel, sondern das alles geht durch Ihre eigene Aktivität.
Bevor Krebszellen eine Metastase bilden können, müssen sie im Blut überleben
Eine Metastase zu bilden ist ein sehr komplizierter Prozess. Krebszellen müssen es ins Blut schaffen, im Blut mitschwimmen, dort überleben und dann noch an einer neuen Stelle den Blutkreislauf verlassen und sich ansiedeln. Das ist sehr sehr schwierig für die Krebszellen, denn sie sind nicht dafür gemacht, sich im Blut fortzubewegen. Krebszellen bilden sich meistens, indem sich Zellen eines Organs verändern, sodass aus den gesunden Zellen des Organs Krebszellen werden. Sie sind also mutierte Zellen eines Organs und keine Blutkörperchen. Sie sind eigentlich dazu gemacht, an einem Ort zu bleiben. Und deshalb können sie im Blut nicht gut überleben. Bevor sich eine Metastase bilden kann, gehen tausende von Krebszellen auf die Reise ins Blut und den meisten von ihnen gelingt es nicht, eine Metastase zu bilden. Es ist für Krebszellen also sehr schwierig, eine Metastasae zu bilden. Sie können es ihnen aber noch viel schwerer machen. Sie können die Krebszellen, im Blut einfach töten. Und zwar können Sie sie zerquetschen.
Krebszellen können zerquetscht werden
Ich weiß, dass sich das verrückt anhört, aber es ist genauso. Krebszellen, die im Blut schwimmen können zerquetscht werden und Sie selbst können dafür sorgen, dass das passiert. Wenn das Blut durch unseren Körper fließt, dann muss es durch sehr kleine Adern fließen, die Kapillaren. Die sind so klein, dass teilweise gerademal ein rotes Blutkörperchen hindurchpasst. Um das überhaupt auszuhalten müssen sie flexibel sein und sich verformen können. Weil Krebszellen aber eben nicht dafür gemacht sind, sich im Blut fortzubewegen, können sie das nicht so gut. Und deshalb können Krebszellen in den Kapillaren zerquetscht werden. Das wurde von Wissenschaftlern immer wieder beobachtet. Regmi und Kollegen (2017) bauten zum Beispiel einen Blutkreislauf nach und ließen Krebszellen darin mitschwimmen. Sie konnten darin regulieren, wie schnell das Blut floss. Wenn es sich bei einer normalen Geschwindigkeit bewegte, überlebten die Krebszellen ohne Probleme. Wenn man die Geschwindigkeit des Blutflusses aber erhöhte, dann starben die Krebszellen nach einiger Zeit. Denn sie wurden einfach zerquetscht, beziehungsweise sie starben durch die Reibung an den Wänden der Blutgefäße. Und das wurde in mehreren Studien immer wieder beobachtet (Qiu et al. 2024)
Beim Sport fließt das Blut schnell genug
Jetzt wollen Sie natürlich wissen, wie Sie selbst dafür sorgen können, dass der Blutfluss so stark wird, dass die Krebszellen im Blut sterben. Es gibt dafür eine einfache Möglichkeit: Durch Bewegung. Wenn man sich körperlich bewegt, dann fließt das Blut schneller, um unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Das Blut fließt also schneller und mit mehr Druck. In den Studien wurden Druck und Fließgeschwindigkeiten verwendet, die dem entsprechen was man beim normalen Sport erreichen kann. Wenn man körperlich aktiv ist, dann kann man also die Krebszellen im Blut töten, bevor sie eine Metastase bilden können.
Bewegung verhindert Metasen
Und das ist nicht nur eine theoretische Möglichkeit, sondern es zeigt sich auch daran, wie häufig sich Metastasen tatsächlich bilden.
Fernmetastasen, also Metastasen in anderen Organen als dem ursprünglich vom Krebs betroffenen bilden sich bei körperlich aktiven Patienten bedeutend seltener. Chen et al. (2025) untersuchten den gesamten Forschungsstand zum Thema. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Wahrscheinlichkeit von Fernmetastasen durch Sport wesentlich reduziert. Bei Brustkrebs um rund 25%, bei Darmkrebs um rund 30% und beim nicht kleinzelligem Lungenkarzinom um mindestens 20%.
Bewegung verbessert die Überlebenschancen
Das ist einer der Gründe, warum körperlich aktive Menschen Krebs viel häufiger überleben. Bei Darmkrebs ist die Sterblichkeit bei körperlich Aktiven zum Beispiel gerade einmal halb so hoch wie bei Inaktiven (Meyerhardt et al. 2006). Das heißt, die Chancen zu überleben verdoppeln sich bei Darmkrebs durch einfache körperliche Aktivität. Auch bei anderen Arten von Krebs erhöht Sport die Wahrscheinlichkeit, den Krebs zu überleben und insbesondere auch, ihn gut zu überleben.
Was man selbst tut spielt eine gewaltige Rolle
Was Sie selbst tun ist also essenziell. Sie müssen nicht einfach abwarten und hoffen, dass die ärztliche Behandlung reichen wird. Sie als Betroffene sind nicht machtlos.
