Selbsthilfe bei Polyneuropathie

Was Sie selbst gegen Polyneuropathie tun können

Polyneuropathie ist eine Krankheit, bei der man selbst aktiv werden muss. Es gibt in vielen Fällen keine wirksamen Medikamente und die Krankheit wird mit der Zeit oft immer schlimmer. Allerdings kann man selbst dafür sorgen, dass die Polyneuropathie zumindest nicht so schnell fortschreitet und man kann ihre Folgen lindern. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie selbst mit Ernährung, Bewegung und weiteren Methoden zur Selbstbehandlung tun können.

Ernährung bei Polyneuropathie

Seit einigen Jahren gibt es neue Erkenntnisse dazu, wie die Polyneuropathie entsteht. Es wurde in zahlreichen Studien der letzten 10 Jahre beobachtet, dass bei Polyneuropathie sehr oft erhöhte Entzündungswerte bestehen. ACHTUNG: Das gilt auch, wenn keine explizit als entzündlich bezeichnete Polyneuropathie vorliegt!

Das gilt für viele Formen der Polyneuropathie, unter anderem Diabetische Polyneuropathie, Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie, Distale Sensomotorische Polyneuropathie, Chronisch Idiopathische Axonale Polyneuropathie, Hereditäre Polyneuropathie und Small Fiber Polyneuropathie. Studien in denen Sie das selbst nachlesen können finden Sie hier: Herder et al. 2017, Baum et al. 2021,Langjahr 2018, Starkweather 2010.

Glücklicherweise lässt sich gegen Entzündungen aber einiges tun.

Ernährung gegen Entzündungen

Um die Entzündungen zu reduzieren gibt es zwei Möglichkeiten: Gezielte Ernährung und gezieltes Training. Was man isst hat einen Einfluß auf Entzündungen. Es gibt Nahrungsmittel, die Entzündungen fördern und andere, die Entzündungen hemmen. Entzündungsfördernd sind insbesondere hochverarbeitete Lebensmittel. Das heißt vor allem Fertigprodukte, die mit viel chemischem und maschinellem Aufwand hergestellt werden. Aber auch bei anderen Lebensmitteln spielt der Verarbeitungsprozess eine wichtige Rolle für den entzündungsfördernden Effekt.

Außerdem gibt es Lebensmittel, die Entzündungen hemmen. Das sind insbesondere Omega-3-Fettsäuren, bestimmte Teesorten und unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel. Alles dazu erfahren Sie in meinem Buch "Ernährung bei Polyneuropathie", das Sie als Teil meines Selbsthilfe Sets bei Polyneuropathie erhalten.

Nährstoffmangel vermeiden

Polyneuropathie kann durch Mangel an bestimmten Nährstoffen begünstigt werden. Man sollte deshalb nachmessen lassen, ob man genügend von ihnen im Blut hat und einen eventuellen Mangel gegebenenfalls auch mit Präparaten ausgleichen. Es handelt sich insbesondere um Vitamin D und B-Vitamine, aber auch um einige Mineralstoffe. Mehr dazu erfahren Sie im Buch "Ernährung bei Polyneuropathie", das Sie im Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie erhalten.

Darin erfahren Sie außerdem, wie die Ernährung bei speziellen Formen der Polyneuropathie wie zum Beispiel Diabetischer Polyneuropathie, Polyneuropathie nach Chemotherapie und Alkoholsucht sowie bei Schwermetallbelastung aussehen sollte.

Training des Gleichgewichts hilft dem Nervensystem, besser mit der Polyneuropathie umzugehen

Bis vor wenigen Jahren nahm man an, dass Polyneuropathie lediglich in den Nerven im Körper entsteht - also in den Armen und Beinen - und sich auch nur dort auswirkt. Wenn diese Nerven beschädigt sind, dann lässt sich mit Bewegung dagegen kaum etwas tun. Deshalb wird einem auch oft gesagt, gegen Polyneuropathie könne man nichts machen. Allerdings hat sich seit etwa 2013 gezeigt, dass es eben doch Ansatzpunkt gibt um mit Bewegung die Polyneuropathie zu verbessern.

Und zwar fand man heraus, dass Polyneuropathie sich eben nicht nur in den Nerven in den Händen oder Füßen auswirkt, sondern auch im Gehirn. Bei Polyneuropathie verändern sich die Signale, die das Gehirn aus dem Körper erhält. Dadurch fällt es dem Gehirn schwerer, die Signale richtig zu verstehen. Dadurch bekommt man Schwierigkeiten dabei, seine Bewegungen zu steuern und es kann zu Taubheitsgefühlen, Schmerzen und Missempfindungen kommen. Allerdings ist das Gehirn das anpassungsfähigste Organ das wir haben. Es reagiert am besten von allen Organen auf Training. Deshalb können wir es trainieren um uns wieder besser bewegen zu können und oft werden dadurch sogar die Schmerzen besser. Insbesondere Gleichgewichtstraining hilft dabei.

Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie im Buch "Bewegung bei Polyneuropathie," das Sie gemeinsam mit einem Bitzer Pad zum Training des Gleichgewichts im Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie erhalten. Mehr Informationen dazu finden Sie außerdem auf meiner Seite "Bewegung bei Polyneuropathie".

Krafttraining bei Polyneuropathie

Die Muskelkraft sinkt bei Polyneuropathie oft. Allerdings lässt sie sich trotz der Erkrankung oft noch trainieren. Insbesondere dann, wenn man planmäßig übt und die richtigen Übungen kennt. Selbst wenn man es nicht mehr schafft, bestimmte Muskeln zu trainieren, weil die Polyneuropathie so schwer ist, kann man immernoch Muskeln an anderer Stelle tranieren und deren Schwäche so ausgleichen.

Als Beispiel sehen Sie hier die geschafften Wiederholungen bei der Übung "Wadenheben" eines 75-Jährigen Patienten, mit dem ich regelmäßig trainierte. Beim Wadenheben hebt man mit der Kraft seiner Waden den Körper an, um am Ende der Bewegung auf der Fußspitze zu stehen. Wie Sie sehen verbesserte sich der Patient von Woche zu Woche etwas und schaffte schon nach 5 Wochen dreimal so viele Wiederholungen wie am Anfang.

Übungen zur Steigerung der Muskelkraft am gesamten Körper speziell bei Polyneuropathie, sowie Trainingspläne und Tabellen zur Trainingsdokumentation finden Sie in meinem Buch Bewegung bei Polyneuropathie, das Sie im Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie erhalten.

Ausdauertraining bei Polyneuropathie

Nicht nur Kraft- sondern auch Ausdauertraining kann die Polyneuropathie positiv beeinflussen. Insbesondere deshalb, weil Ausdauersport gegen Entzündungen wirkt. Menschen, die regelmäßig Ausdauersport treiben weisen viel seltener erhöhte Entzündungswerte auf. Mit Ausdauertraining lässt sich also die bereits beschriebene Entzündungshemmende Ernährung unterstützen. Dadurch wird die Polyneuropathie in ihrem Verlauf gebremst und Verschlechterungen verlangsamt.

Selbstverständlich kann man mit Polyneuropathie nicht genauso Ausdauersport betreiben wie ein Gesunder. Es kann allerdings schon ausreichen, einfach nur häufig zügige Spaziergänge zu machen.

Auch dazu finden Sie eine ausführliche Anleitung und Trainingspläne im Buch "Bewegung bei Polyneuropathie", das Sie im Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie erhalten.

Schmerzen bei Polyneuropathie

Bei schmerzhaften Formen der Polyneuropathie helfen häufig zwei Ansätze: Das bereits beschriebene Gleichgewichtstraining und eine Behandlung der Muskeln.

Gleichgewichtstraining hilft dem Gehirn dabei, die Signale aus dem Körper wieder besser zu verstehen. Dadurch kommt es häufig zu einer Verbesserung der Schmerzen. Denn die Schmerzen entstehen häufig durch eine Überempfindlichkeit der Hinrareale, die die Signale aus dem Körper wahrnehmen.

Die Muskelbehandlung hilft deshalb oft, weil sich die Muskeln bei Polyneuropathie oft verkrampfen. Wenn man an Polyneuropathie leidet, kann man die Muskeln nicht mehr so gut spüren wie früher und dementsprechend kann es passieren, dass man nicht mehr wahrnimmt wenn man einen Muskel überlastet. Außerdem werden die Muskeln aufgrund der Erkrankung oft schwächer. Auch das trägt dazu bei, dass sie eher überlastet werden als bei Gesunden. Wenn ein Muskel überlastet ist, dann verkrampft er sich oft und durch die Verkrampfung kommt es zu Schmerzen. Bei meinen eigenen Patienten sehe ich sehr oft Muskelverkrampfungen insbesondere in den Füßen und Unterschenkeln.

Das Gute daran ist aber: Muskelverkrampfungen lassen sich mit einer sehr einfachen Massagetechnik und Dehnübungen behandeln. Die Methoden sind so einfach, dass man sie selbst problemlos erlernen kann. Wenn man die Behandlung einmal erlernt hat, kann man sie so oft wie nötig selbst anwenden.

Wie das geht erfahren Sie im Buch "Fußschmerzen selbst behandeln".

Falls Sie Schmerzen und Polyneuropathie haben empfehle ich deshalb, dieses Buch gemeinsam mit dem Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie zu bestellen.

Massage bei Polyneuropathie

Eine ausführliche Erklärung dieser Massagetechnik und eine Übersicht dazu, an welchen Stellen genau man sich massieren sollte finden Sie im Buch "Fußschmerzen selbst behandeln". Idealerweise bestellen Sie dieses Buch gemeinsam mit dem Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie. Mit beiden Produkten erhalten Sie sowohl eine Anleitung zur Ernährung, zu Bewegung und Training sowie zur Schmerzbehandlung bei Polyneuropathie.

Immer wieder berichten mir Kunden davon, dass Sie mit diesen Methoden ihre Schmerzen wesentlich reduziert haben oder sogar komplett schmerzfrei geworden sind. Am besten probieren Sie es selbst auch einfach aus.

Dehnübungen bei Polyneuropathie

Idealerweise sollte man nach der Massage dehnen. Dehnübungen und Massage ergänzen sich gegenseitig, sodass die Wirkung optimiert wird. Auch für Menschen, die die Massage aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht mehr durchführen können kann es hilfreich sein, nur die Dehnübungen zu machen. Das allein hilft in vielen Fällen auch schon gegen die Schmerzen.

Die passenden Dehnübungen zu jedem Schmerzbereich an den Füßen finden Sie im Buch Fußschmerzen selbst behandeln. Die Übungen sind mit Fotos veranschaulicht und können leicht nachgeahmt werden.

Wenn Sie Fußschmerzen selbst behandeln und das Selbsthilfe-Set bei Polyneuropathie gemeinsam bestellen erhalten Sie also alles was Sie zur Selbsthilfe bei Polyneuropathie brauchen.