Mit Training ist alles möglich

Viele denken: Jetzt ist alles aus! Nie wieder Joggen, Radeln, Abenteuerurlaub. Teresa Rodriguez (43) dachte das nach einer üblen Krebs-Erkrankung und nach Entfernung der halben Lunge auch. Jetzt besteigt sie in nur einem Sommer die fünf höchsten Berge Spaniens. Unmöglich? Nein, denn: Mit Training ist Unglaubliches möglich.

Der Trick beim Training

Wenn ich von solch unglaublichen Leistungen auf Vorträgen und im Personal Training spreche, sagen manche: „Hab ich auch schon probiert. Ich hab trainiert! Hat aber nicht funktioniert.“ Wenn wir uns dann eine Minute unterhalten, wird schnell klar: Du hast trainiert, fleißig trainiert, gut trainiert – aber nicht progressiv trainiert. Das ist das Geheimnis.

Du bist, sagen wir, jeden zweiten Tag 30 Minuten gejoggt. Wochenlang! Aber du hast immer noch fünf Kilo zu viel. Und das muss so sein, denn: Wenn du immer dasselbe machst, kommt immer dasselbe dabei heraus. Du bleibst gleich stark, gleich schnell, gleich schwach, gleich dick. Das Geheimnis unglaublicher Trainingserfolge und das Geheimnis von Teresa Rodriguez ist: Progressives Training ist unglaubliches Training.

Trainiere! Progressiv!

Wenn du die Trainingsintensität steigerst, steigert sich auch deine Leistung, deine Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, die Gewichtsabnahme, was auch immer. Ich habe Teresa kennengelernt. Sie sagt: „Nach der Lungen-OP war ich schon total außer Atem, wenn ich bloß meine Kinder auf dem Schulweg begleitet habe. Die Ärzte sagten mir: Mehr als 20 Minuten Spaziergang wird nicht mehr möglich sein.“ An dieser Stelle sei erwähnt, dass Teresa vor ihrer Erkrankung keine ausgesprochene Sportlerin war, keine Modellathletin, sondern ein Mensch wie du und ich. Also spazierte sie ihre 20 Minuten.

Als sie nach einigen Spaziergängen merkte, dass das immer besser ging, spazierte sie 23 Minuten lang. Nach einigen Wiederholungen ging auch das besser. Sie legte noch eine paar Minuten drauf. Und so weiter – immer weiter und weiter. Das war 2011. Und heute, im Sommer 2017, hat sie sich so weit gesteigert, dass sie die fünf höchsten Berge Spaniens besteigen kann. Den Camino de Santiago hat sie schon fünfmal gemacht. Was würden dazu wohl die Ärzte sagen, die meinten, dass nicht mehr als 20 Minuten Spaziergang drin seien? Die würden vielleicht „Unmöglich!“ sagen. Dabei ist es nicht unmöglich, sondern „nur“ unglaublich. Unglaublich gut. Unglaublich einfach. Und unglaublich wirksam.

Tipps zur Anwendung

Wenn das Training progressiv ist, wenn die Progressionsschritte klein genug sind und wenn man sich Zeit lässt, den Körper an die jeweils nächste Progression zu gewöhnen, kommt man quasi vom Invaliden auf den Gipfel. Ein ganz einfaches Rezept. Und gerade weil es so einfach ist, machen es viele falsch.

Sie wählen die ersten Schritte zu groß, werden prompt überfordert, scheitern, werden enttäuscht – und verlieren jede Motivation. Deshalb: Wähle deine Schritte klug und klein! Kleine Schritte sind richtige Schritte. Niemand isst eine Salami am Stück. Fang nie zu anstrengend an, aber steigere die Intensität nach und nach. Eben so, wie sich dein Körper an die neue Anforderung gewöhnt. Du wirst dich wundern, was mit diesem Prinzip alles möglich ist.

Wie es weitergeht, wenn es nicht mehr weitergeht

Viele trainieren bereits mit der Progression – und erreichen irgendwann ein Plateau: „Seit fünf Wochen drehe ich jeden zweiten Tag meine acht Runden im Wald – aber eine neunte schaffe ich einfach nicht!“ Oder: „Seit Monaten stemme ich 80 Kilo auf der Bank, aber schaffe keine 82 Kilo!“ Ende Gelände?

Nein, das ist nicht das Ende, das ist lediglich ein Plateau, eine Hochebene vor dem nächsten Gipfel. Du kommst am besten von diesen Plateaus runter und weiter hoch, indem du anders trainierst, die Methode wechselst, eine andere Übung mit selber oder ähnlicher Belastung einbaust – es gibt viele Möglichkeiten. Wenn du wissen möchtest, welche die beste für dich ist – ruf an (0176 66 86 91 51) oder schreib mir.


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